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20 Jahre Kameradschaft Bayerwald - 30. Oktober 1972

20-jähriges Gründungsjubiläum der Ortskameradschaft ZWIESEL-REGEN im Oktober 1972

 

Drei Tage lang stand ZWIESEL im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums der Gebirgsjägerkameradschaft Bayerwald, das gemeinsam mit dem zweiten Treffen der ehemaligen 5. Gebirgsdivision,
der „Gamsdivision“ der Wehrmacht im Oktober 1972 gefeiert wurde.
 
Höhepunkte waren dabei der Festabend im Jankazelt an der Frauenauer Strasse, der Kirchenzug durch die Stadt zur Stadtpfarrkirche Zwiesel und die Gefallenenehrung am Ehrenmal der Stadt Zwiesel. 

 

Als Ehrengäste konnten begrüßt werden: Schirmherr Oberst a.D. Hörl, Vorsitzender des Kameraden­kreises der Gebirgstruppe, General der GebTr a.D. Hubert Lanz, General a.D. Paul Klatt,
und General a.D. August Wittmann, der ehemalige Divisionspfarrer der 5. GebDiv (WH), Prof. Georg Lipp, die Obersten a.D. Emil Schuler, Franz Schreiber, Hermann Weyreuther, als Vertreter der Bundes­wehr,
u.a. General Rüdiger von Reichert (Kommandeur 4. JgDiv Regensburg) und Major Reiner (Kommandeur JgBtl 112 Regen), die Vertreter der öffentlichen Verwaltung Ludwig Bründl (stv. Landrat)
und Karl Brunner (2. Bürgermeister Zwiesel), die Bayerische Grenzpolizei und den Zoll­grenzdienst.

 

Zahlreiche Abordnungen aus Südtirol, aus den Bundesländern Österreichs und aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland gaben den „Waldler Jagern“ die Ehre.
Der Präsident des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, Oberst a.D. Hörl, wies darauf hin, dass die­ses Treffen im Zeichen der Treue zum Edelweiß stehe und nicht im Zeichen des Militarismus.
Er gra­tulierte in seiner Festrede der jubilierenden Ortskameradschaft. Sie habe im Kameradenkreis einen hervorragenden Namen.
Er dankte den Vertretern der Bundeswehr für die Mitwirkung an der Festlichkeit und erwähnte, dass auch heute eine Armee nicht ohne Tradition leben könne
und dass sich die Kameraden der Bundes­wehr ihrer Väter und Großväter nicht zu schämen brauchten.
 

Als besondere Ehrung erhielten aus der Hand von Oberst a.D. Hörl das Silberne Ehrenzeichen des Kameradenkreises der Gebirgstruppe:
Karl Brunner, Helmut Noak, Heinrich Auer, Ferdl Seidl, Franz Bauer, Richard Buchinger, Stefan Geigl, Michael Eiter, Xaver Kagerbauer (alle Zwiesel),
Theo Kapala (Edhof), Ludwig Killinger (Schweinhütt), Ignaz Hackl (Reichenberg), Adolf Hofbauer (Bodenmais), Georg Ertl, Sepp Stoiber, Otto Ertl,
Franz Eberl (alle Regen) und Ludwig Steckbauer (Rabenstein).

Als Gründungmitglieder von 1952 wurden besonders geehrt: Otto Eisner, Siegfried Hesse, Ferdl Seidl, Hellmuth Körner und Karl Brunner.

General Rüdiger von Reichert entbot dem Treffen einen herzlichen Gruß der „Bürger in Uniform“ und betonte, dass die 4. JgDiv dem Bayerwald sehr eng verbunden sei.
Disziplin, Pflichterfüllung, Treue, Kamerad­schaft und Tapferkeit sei – wie von den ehemaligen Gebirgsjägern vorgelebt – auch für die heutigen Soldaten höchste Verpflichtung.

Als 2. Bürgermeister der Stadt Zwiesel hieß Karl Brunner alle Gäste herzlich willkommen und stellte das gute Verhältnis der Stadt
zu den ehemaligen Soldaten und insbesondere zu den Gebirgsjägern heraus.

Über 20 Abordnungen der Kameradschaften des Kameradenkreises der Gebirgstruppe gratulierten in einer herzlichen Gratulationscour.

Die musikalische Umrahmung des festlichen Jubiläums gestalteten die Altusrieder Festkapelle,
der Bläserchor des JgBtl 112 in REGEN unter Leitung von Stabsunteroffizier Hermann Lobenz, die „Xaver Stoiber-Buam“ und die „Lindberger Oanödsänger“.

45 Kameradschaften, Vereine und Gruppen beteiligten sich – hinter einem Ehrenzug der Bundeswehr aus REGEN - am Kirchenzug durch die Stadt zur Stadtpfarrkirche,
wo der ehemalige Divisionspfarrer der 5. GebDiv (WH, „Gamsdivision“) den Gottesdienst zelebrierte und in einer bewegenden Predigt zu „seinen Buam“ sprach.

Am Totengedenken vor dem Ehrenmal der Stadt Zwiesel versammelten sich nach dem Gottesdienst ca. 2.000 Menschen mit 40 Fahnenabordnungen.
Otto Eisner dankt allen Teilnehmern aus nah und fern.

Der Präsident des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, Oberst a.D. Hörl, ehrte die gefallenen Kame­raden mit bewegenden Worten und sagte u.a.:
„Wir gedenken der toten Kameraden, weil wir sie nicht vergessen können. Sie waren nicht nur tapfere Soldaten, sondern auch vorbildliche Staatsbürger.
Kein Volk, das etwas auf sich hält, kann darauf verzichten, sich derer zu erinnern, die ihr Leben für die Ge­meinschaft gegeben haben“.

Zu den Klängen des Liedes „Vom Guten Kameraden“ legten Kränze nieder: Die 1. GebDiv (Bw), der Kameradenkreis der GebTr., der Landesverband Rheinland-Westfalen,
die Kameradschaften aus Meran, Bruneck, Innsbruck, Wattens, Blindenmarkt, Salzburg, Altusried-Grönenbach, Illertissen, Berchtesgaden, Franken, Passau, die 5. GebDiv (WH),
die 6. GebDiv (WH), die 7. GebDiv (WH), das VdK Deggendorf, der Soldaten-und Kriegerverein Metten, die Stadt Zwiesel und die Ortskamerad­schaft Zwiesel-Regen.

Die Zeremonie wurde mit der Nationalhymne abgeschlossen.

Der Ausklang mit Bänderverleihung und Überreichung von Erinnerungspokalen fand im Festzelt statt. 

Eine denkwürdige Jubiläumsfeier ging zu Ende, an die alle Beteiligten noch lange denken werden und die allen Nachgeborenen zur Erinnerung empfohlen werden kann. 
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Zusammengestellt von Horst Armann (01/2008)                                                        Quelle: "Die Gebirgstruppe", Heft 6/1972                                                       Redaktion: Hubertus Höhn

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